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Pilgerbericht mit vielen Details |
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Pilgerbericht mit vielen Details
Via
Francigena, Der Pilgerweg
nach Rom, Mein Weg
des Dankes von Siena
nach Rom von Walter
Hülsermann, Kontakt:
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Via Francigena - Die Geschichte
Via Francigena, auch Frankenweg
genannt, ist die alte Pilgerstraße auf der die Pil-ger von Franken nach
Rom zur Grabstätte der Apostel Petrus und Paulus pilgerten.
Es handelt sich dabei um den Weg von Canterbury nach Rom, der in den Aufzeich-nungen
des Erzbischofs Sigerich der Ernste von Canterbury (994) beschrieben wurde.
Im Jahre 1994 hat das European Institute of Cultural Routes den Pilgerweg von
Canterbury nach Rom als Europäische Kulturstraße deklariert.
Via Francigena - Gedanken, Vorbereitung u. Dank
Ich bin die Via Francigena von Siena, Abstecher über Orvieto, nach Rom
gepilgert. Dieser Pilgerweg war für mich ein Weg des Dankes. Dank für alles,
was mir das Leben bisher gegeben hat!
Ich möchte, wenn auch nur für mich, an dieser Stelle über "meinen"
Pilgerweg berichten.
Intensive
Vorbereitungen:
- Flugkarten ca. 3 Monate vor
Abflug bestellt (preiswerter!).
- Unterkünfte in den
Touristenhochburgen vorbestellt.
- Kartenmaterial, M. 1:25.000 (Weg-
u. Ortskarten)
- Unterkunftsverzeichnis
- Besichtigungsprogramm
- u.v.m
pilgerbericht_viafrancigena_mit_unterkunftsliste
Pilgeretappen:
17-tägiger
Pilgerweg, ca. 285 km Pilgerweg
1. Tag
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Westmünsterland - Köln/Bonn
- Pisa (Kaiser Heinrich VII)
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Flug
|
2. Tag
|
Pisa - Siena (Hl.
Katharina)
|
Autobus
|
3. Tag
|
Siena - Monteroni d'Arbia -
Buonconvento
|
28 km
|
4. Tag
|
Buonconvento - San Quirico
d'Orcia
|
22 km
|
5. Tag
|
San Quirico d'Orcia -
Radicofani
|
28 km
|
6. Tag
|
Radicofani - Acquapendente
|
25 km
|
7. Tag
|
Acquapendente ( Prätor v.
Jerusalem ) - Bolsena
|
22 km
|
8. Tag
|
Bolsena (Hl. Cristina) -
Orvieto
|
22 km
|
9. Tag
|
Orvieto - Bagnoregio
(Civita)
|
23 km
|
10. Tag
|
Bagnoregio (Civita) -
Viterbo
|
28 km
|
11. Tag
|
Viterbo - Vetralla
|
21 km
|
12. Tag
|
Vetralla - Sutri
|
22 km
|
13. Tag
|
Sutri - Campagnano di Roma
|
25 km
|
14. Tag
|
Campagnano di Roma - La
Storta
|
19 km
|
15. Tag
|
La Storta - Rom (Hl.
Petrus, Hl. Paulus)
|
Zug
|
16. Tag
|
Rom
|
Ruhetag
|
17. Tag
|
Rom - Weeze -
Westmünsterland
|
Flug
|
Dank
Bevor ich mit
der weiteren Beschreibung meines Pilgerweges fortfahre, möchte ich mich bei den
vielen netten, verständnisvollen und hilfsbereiten Leuten bedanken, denen
ich begegnet bin und die mir bei der Beplanung behilflich waren.
Diese Leute haben mir den Weg oft geebnet und um ein Vielfaches erleichtert:
Klaudia, die mir bei den
Vorbereitungen eine sehr große Hilfe war, und deren täglichen Gespräche am
Handy eine Bereicherung des Tages waren.
- Alle Italienerinnen und Italiener
auf dem Weg, die mir gegenüber immer sehr aufgeschlossen und hilfsbereit
waren.
- Die Pastöre, Kapläne und
Ordensschwestern, die immer sehr freundlich und vertrauensvoll waren.
- Die Pensionsgastgeber/-Innen, die
schon fast liebevoll mit mir umgegangen sind.
- Die Damen des Pilgerbüros Rom,
die mich nett aufgenommen haben und mit Rat und Tat unterstützt
haben.
- Die Damen des Büros der
Associazione Europea delle Vie Francigene in Fidenza
- Die Homepage von EUROVIA, wo ich
so manche sehr nützliche Anregungen für die Pilgerung bekommen habe.
1. Pilgertag: Ankunft in Pisa
2. Pilgertag: Pisa - Siena
Die
Vorbereitungen waren abgeschlossen und der lang ersehnte Tag war da. Abschied!
Christoph,
mein Schw.-S., wollte es sich nicht nehmen lassen mich zum Flughafen zu bringen.
Seine Belehrungen, hinsichtlich des Eincheckens nahm ich dankend an. Das
Flugzeug der Fluggesellschaft "TUIfly" nahm mich auf und flog nach
Pisa. Pünktlich landeten wir spätabends auf dem Flughafen Galileo Galilei.
In Pisa, ca.
2 km vom Flughafen entfernt, übernachtete ich in einer sehr netten Pension.
Pisa kannte
ich schon von früheren Besuchen her. Daher zog mich auch nichts so recht in die
bewundernswerte Stadt. Ich war nur auf den nächsten Tag ausgerichtet endlich
Siena zu erreichen.
Am frühen Morgen
des 2. Pilgertages ging ich aber noch schnell zum Duomo Santa Maria Assunta.
Hier besuchte ich des Grabmals Kaiser Heinrich VII.
Am Vormittag
fuhr ich dann mit dem Autobus in einer mehrstündigen Fahrt nach Siena. Die
Fahrkarte für diese Fahrt hatte ich mir schon frühzeitig über das Internet, mit
2 Euro Rabatt, besorgt.
In Siena
angekommen durchstreifte ich die mir schon bekannte Stadt. Hier, in der
Backsteinbasilika San Domenico befindet sich das Haupt- (Kopf-) Reliquiar der
Hl. Katharina. Mich zog es zum Duomo Santa Maria, auf der höchsten Stelle der
Stadt gelegen. Hier bat ich Jesus um ein gutes Gelingen meines Weges.
Anschließend
suchte ich die Piazza il Campo auf. Hier genoss ich die warme Sonne und das
quirlige Leben. Aber dann ging ich über die Via del Sole zum Vorort Valli.
Hier, etwas außerhalb von Siena, übernachtete ich wieder in einer netten
Pension an der Via Cassia.
Das waren nun
die ersten zwei Tage.
Aber eigentlich wird es morgen richtig losgehen, obwohl die vergangenen Tage
für mich doch recht ereignisreich gewesen sind.
Aber am Abend
hatte ich doch nichts anderes zu tun als meine Wanderkarten noch einmal zu
studieren, damit ich auch am nächsten Tag den richtigen Weg finde :-)
3. Pilgertag: Siena - Buonconvento (28 km)
So, nun war
er da - der 3. Pilgertag!
Am frühen
Morgen war ich schon auf den Beinen, denn es sollte eigentlich nur bis Ponte
d'Arbia gehen. Aber wie so oft ... Na, ja!
Zuerst
schaute ich mal, wo der Einstieg in die Via Francigena war. Fand ich aber nicht
sofort. Jetzt die Überlegung: Sollte ich doch die Via Cassia laufen?! Lieber
nicht! Ich orientierte mich also östlich in's Gelände. Es konnte mir ja nichts
passieren, weil ich meinen Kompass dabei hatte, und meine Wanderkarte sehr
hilfreich war.
Das war auch
gut so. Denn nach der ersten Wegkreuzung hatte ich meinen Pilgerweg erreicht.
Über hügeliges Gelände laufend passierte ich Colombaio und erreichte Isola
d'Arbia. Hier stockte ich meine Verpflegung auf. Weiter ging es, weil die Zeit
drängte, über die Via Cassia nach Monteroni d'Arbia. Hier besichtigte ich die
moderne Kirche und das burgähnliche Mühlengebäude am Fiume Arbia.
Ich
durchquerte den Ort und erreichte bald Lucignano. Hier kurze Besichtigung des
schönen, mittelalterlich anmutenden Ort, Trinkwasser auffüllen, und weiter ging
es nach Quinciano.
Nun führte
der Pilgerweg einige Kilometer flach verlaufend parallel der Schienen-strecke.
Dann hatte ich auch schon bald Ponte d'Arbia erreicht.
Hier erlebte
ich eine für mich unangenehme Überraschung: Die Pilgerunterkunft war nicht zu
belegen, weil der Pastor sich in Siena aufhielt. Was nun? Kurze Umschau im Ort
und dann weiter zum ca. 3 km entfernten Ort Buonconvento.
Der Weg
führte durch eine sehr schöne Landschaft und schon bald hatte ich Buonconvento
erreicht.
Buonconvento,
am Fiume Ombrone gelegen, ist ein sehr schönes Städtchen mit einer
interessanten Altstadt. Ich suchte die Chiesa S. Pietro e S. Paolo auf und
bedankte mich für den doch, trotz aller Umstände, glücklich ausgehenden Tag. Auf
der Suche nach der Parrocchia traf ich eine italienische Pilgerin die auch dort
hin wollte um sich einen Begleitstempel zu holen. Nach einigem Suchen hatten
wir die Pilgerunterkunft und damit auch den Padre gefunden. Die Pilgerin bekam
den Stempel und ich meine Unterkunft für die Nacht J
Das war ein
sehr langer Pilgertag für mich. Meine Kondition hatte doch um Einiges gelitten.
Aber, nach dem nun alles ausgestanden war, war ich doch glücklich über das was
ich gesehen und erlebt hatte.
4. Pilgertag: Buonconvento
- San Quirico d'Orcia (22 km)
Früh am Morgen, 4.
Pilgertag: Schnell packte ich meine Sachen zusammen. Dann machte ich mir ein kleines
Frühstück. Dann verabschiedete ich mich von dem freundlichen Padre mit einem
großen Dankeschön. Übrigens, ich war der einzige Pilger über Nacht in der
Parrocchia. Dann ging ich zur Chiesa S. Pietro e S. Paolo, die allerdings noch
geschlossen war. Aber man kann auch vor der Kirche beten :-) Der Weg bis
Torrenieri ging fast ausschließlich über die Via Cassia. Landschaftlich links
und rechts des Weges zwar sehr reizvoll, sonst aber recht stressig. Gut nur,
dass die Autofahrer sehr rücksichtsvoll waren. Aber auch das ging vorbei.
Mittag in Torrenieri bei herrlicher Sonne.
In Torrenieri
ergänzte ich meinen Proviant und stärkte mich erst einmal. Dann kam der
schönste Wegteil des Tages - die Panoramastrasse. Herrlich dieses auf und ab
der Straße mit den wunderschönen Ausblicken. Ein Glück, diese Straße war nicht
sehr viel befahren.
Am frühen
Nachmittag sah ich dann auch schon die Silhouette von S. Quirico d'Orcia. Die
Strasse schlängelte sich rechts am Friedhof vorbei und schon bald erreichte ich
S. Quirico. Der Eintritt in die Stadt präsentierte sich mir wie ein
Straßenschlauch mit direktem Blick auf die Chiesa la Collegiata dei SS. Quirico
e Giulitta. Müden Schrittes zog ich nun zur Chiesa, an deren Portal ich mich
erst einmal verschnaufte. Das Por-tal war geöffnet, so dass ich in der Kühle
der Kirche erst einmal zur Ruhe kommen konnte. Dann stellte sich mir die
obligatorische Frage: "Wo übernachte ich denn nun"? Hier bot sich die
Pilgerunterkunft von Sra. Lucrezia Agostino an. Die Pilgerunterkunft befindet
sich unmittelbar neben der "Collegiata". Auch hier blieb ich wieder
der einzige Pilger! Aber was soll's?!
Nun schaute
ich mir erst einmal den sehenswerten Ort mit den altehrwürdigen Kirchen an. Die
Leute mit denen ich sprach begegneten mir durchweg freundlich. Ich hatte auch
festgestellt, dass ein Pilger bei den Leuten einen hohen Stellenwert einnahm.
Wie es auf
einer Pilgerung so geht. Auch hier konnte ich nur einige Stunden verweilen.
Also wieder Abschied!
5. Pilgertag: San
Quirico d'Orcia - Radicofani (28 km)
Der 5. Pilgertag! Das
Schicksal des Pilgers - immer unterwegs. So auch jetzt: ganz früh aufstehen,
Frühstück, packen, Türe zu, Kirchenbesuch (wieder vor der Kirche) und los geht
es. Eigentlich schade! Gerne wäre ich noch etwas geblieben.
Heute ist
meine "Königsetappe" dran: 28 km stetig bergauf, ca. 600
Höhenmeter. Schnell hatte ich wieder freies Gelände erreicht. S. Quirico verlor
sich langsam im Dämmerlicht. Ich passierte Vignoni Alto und hatte auch bald
Bagno Vignoni erreicht. Hier Besichtigung der Piazza mit dem Wasserbecken. Weiter
ging es. Gebadet habe ich nicht, weil ich keine "weichen" Füße
bekommen wollte.
Nun ging der
Weg zum Fiume Orcia bergab. Bis Gallina schleppte sich die Straße, und auch
ich, langsam empor. Stressig, weil die Via Cassia doch lebhafter befahren war.
Hier in Gallina frischte ich meinen "Wassertank" auf. Weiter ging
es nach Ricorsi. Nach Ricorsi musste ich noch einmal an der Via
Cassia entlang laufen. Aber dann ging es kurz hinter Bisarca links, auf der
Landstraße 478, weiter.
Aber dann,
irgendwo auf der Strecke, die Sonne brannte und ich hatte seit Stunden niemand
gesehen außer einigen Autos, hielt ich an und schmiss meinen Ruck-sack
seitlich hin. Denn ich fragte mich allen ernstes, warum ich mir diese Strapazen
eigentlich antue. Ich nörgelte mit mir herum und dann hatte ich es. Das war der
Psycho-Koller den fast jeder so am 3. bis 5. Tag überwinden muss *ggg*. Also
ruhig bleiben, ausruhen, erfrischen und ... weiter! Beruhigter ging ich weiter
und weiter. Und dann grüßte plötzlich der Burgfried der Burganlage von
Radicofani herunter. Meine Schritte wurden immer weiter und schneller. Dann
hatte ich Radicofani erreicht!!!
Hm, so
schlimm war es aber nun doch nicht *lach*. Eine tolle Erfahrung habe ich aber
auch gemacht: Hunde! Ich habe noch nie so bescheuerte Hunde erlebt. War das oft
ein Gebelle. Ich glaube, dass die ein Handy von Herrchen benutzten, denn die
wussten immer wenn ich kam.
Ja, erreicht
hatte ich Radicofani schon. Aber ich musste doch noch eine Steigung nehmen. Dann
war ich auf der "Hauptstrasse". Schnell hatte ich auch die Pilgerun-terkunft
erreicht. Welche Freude! Ich traf hier die italienische Pilgerin
(Buonconvento!) und einen anderen Pilger in der Herberge. Aber die zogen nun
weiter! Aber vorher erklärten sie mir alles Wichtige was für die Übernachtung
im Haus wichtig war. Danke noch einmal dafür! Aber sonst war kein Pilger zu
sehen. Ich packte aus und machte mich „stadtfein" *lach*. Dann ging ich in
den Ort zur Chiesa S. Pietro e S. Agata um mich für den geschafften, weiten und
anstrengenden Weg zu bedanken. Dann ging ich hoch zur Rocca, am Friedhof
vorbei, und genoss den Weitlick über die herrliche Landschaft. Zurück im Ort
besuchte ich noch einmal "Peter und Agathe". Ich war so froh es bis
hier geschafft zu haben, dass ich es mir nicht nehmen ließ in der seitlichen
(Marien?) Kapelle das Lourdes-Lied zu singen. Diesen Tag, diese Eindrücke, auch
diesen Bergort, werde ich nicht so schnell vergessen. Abends telefonierte ich
wieder mit Klaudia, wie jeden Abend, um ihr meine Erlebnisse in Kurzform zu
schildern.
6. Pilgertag: Radicofani - Acquapendente (25 km)
Der Abschied vom
Bergort Radicofani hatte einen etwas wehmütigen Charakter.
Die Sonne war noch nicht aufgegangen, wie sich später herausstellte ging sie auch
heute überhaupt nicht auf, da war ich schon unterwegs. An der Chiesa S. Pietro
e S. Agata lief ich etwas verhaltener und summte das Lourdes-Lied.
Das Wetter
war schlimm: Nieselregen! Und dann 24 km bis Acquapendente. Ich ging zuerst
einmal in eine Bar um einen Kaffee mit Milch zu schlürfen *hm*. Die warmen
Plunder waren auch nicht zu verachten.
Nun aber das
Regenzeug an und los!! Irgendwie schauten mich die wenigen Passan-ten komisch
an. Mitleid? Der Weg ging stetig bergab bis Ponte a Rigo. Unterwegs merkte ich
schon, dass mit meinen Füßen etwas nicht in Ordnung war. An einer trockenen
Stelle im Wald zog ich meine Schuhe aus. O weh! Blasen und eine Entzündung am
Zeh. Aber Dank meiner Reiseapotheke, die mir Klaudia zusammen gestellt hatte,
konnte ich alles pilgermäßig behandeln. Vorweg gesagt: „Nach einigen Tagen war
alles wieder i.O". Der erste Schreck war aber groß. Ich humpelte zwar ein
bisschen, aber es ging, so dass ich auch bald Ponte a Rigo erreichte.
Hier
pausierte ich erst einmal in einer Bar, denn es regnete mittlerweile heftiger.
Einige Kilometer hinter dem Ort konnte ich sogar auf dem Trassenverlauf der
antiken Via Cassia pilgern. Aber sonst ging es immer entlang der Via Cassia,
von mir so genannt, aber eigentlich die SS2. Bald hatte ich auch den Ort Ponte
Gregoriano mit seiner imposanten alten Brücke erreicht. Hier wieder Rast und
dann in leichter Steigung nach Acquapendente. Es regnete immer noch. Ich
schaute mir bei dem Wetter die Stadt an, die mit einer soliden Stadtmauer
umgeben, und von einer Burg gekrönt war. Aber mir brachte die Stadt nicht sehr
viel entgegen, außer das hier der Cappuccino lecker war :-)
Eine
Sehenswürdigkeit gab es hier aber noch, an der man nicht vorbeigehen konnte -
die Chiesa del Santo Seprolco. In der Krypta befindet sich eine Vielzahl
(22?) von Säulen. Ich warf im linken seitlichen Kirchenraum eine Münze in den
Automaten und schon, welch ein Wunder, erstrahlte im gedämpftem Licht die
Krypta. Es war mittlerweile schon spät geworden und ich suchte mir eine
Unterkunft. Wieder ein Wunder, ich fand in einer kleinen Seitenstrasse eine
winzige Pension zum "Vorkriegspreis". Bald lag ich in meinem Bett,
bedankte mich beim Jesus für diesen doch glücklich ausgegangenen Tag, und
telefonierte, wie jeden Abend mit Klaudia, und teilte ihr alles mit was heute
geschehen war.
7. Pilgertag: Acquapendente - Bolsena (22 km)
Nach den Mühen der vergangenen Tage erwartete mich am 7. Pilgertag eine relativ
leichte Pilgerstrecke. Am frühen Morgen startete ich wieder. Mein Weg führte
wieder an der Chiesa del Santo Seprolco vorbei. Das Portal war leider
noch verschlossen, so dass ich meine Andacht auf der Kirchentreppe verrichtete.
Komisch, dass ich morgens nur verschlossene Kirchen antraf.
Der Himmel
war mit Wolken verhangen und es regnete leicht. Aber mittlerweile stand ich
über den Dingen. Alles wurde "wasserdicht" verpackt. Hier zeigte es
sich wieder einmal, dass ich lieber eine Taucherkamera hätte mitnehmen sollen.
Denn aus Angst, dass meiner Digitalkamera etwas passieren könnte verstaute ich
sie ganz tief im Rucksack. Darum entstanden auch relativ wenig Fotos von der
Pilgerstrecke. Aber ich meine, dass die Fotoausbeute auch so reicht. Diese
Bilder sind auf meiner HP „www.walter-huelsermann.de"
zu besichtigen. Übrigens, meine wichtigen Dokumente hatte ich in einer wirklich
wasserdichten Tasche verstaut. Die Anschaffung der Tasche hat sich gelohnt. So,
jetzt aber genug Zeit vertan. Rucksack auf und los.
Mein Weg,
immer sachte ansteigend, führte mich über Ponte S. Blagio nach Campo Moro. Dann
erreichte ich, links an S. Pailo vorbeigehend wieder die Via Cassia (SS2), an
der ich tangierend laufend San Lorenzo Nuovo erreichte. Der Ort brachte mir
überhaupt nichts. Gut, auf der Piazza gab es eine nette Bar mit einem guten
Frühstück.
Jetzt ging
ich den Weg über Podere Nuovo nach Bolsena. Dieser Weg war, obwohl die Sonne
nicht hervor kam, sehr schön. Immer wieder sah ich den Lago di Bolsena in
der Ferne. Der Weg ging durchweg mit Gefälle nach Bolsena. Das Wetter wurde
auch besser, so dass ich auf eine gute Besichtigung des Ortes hoffen durfte.
Aber zuerst
musste ich meine Herberge aufsuchen. also ging ich ca. zwei Kilometer bergauf
zum Convento. Hier erfuhr ich, dass alles belegt sei, weil im Augenblick
Tagungen abgehalten werden. Prima, und jetzt? Aber die Schwester war nett und
telefonierte herum. Gab mir als Erfrischung Mineralwasser und war recht
fröhlich. Schließlich hatte sie etwas für mich. Gab mir eine Adresse und ich
machte mich wieder auf. Jetzt aber bergab. Die Adresse stimmte und ein Zimmer
war frei für mich. Der Preis? Italiener feilschen nicht, sie geben auf
Anfrage einen Rabatt. In meinem Fall machte die himmlische Fürsprache etwas aus
*lach*.
Jetzt musste
ich mich aber sputen, wenn ich von Bolsena noch etwas sehen wollte. Mein erster
Weg führte mich zur Basilika Santa Cristina. In der Kirche sammelte ich mich
und suchte die Grabstätte der Hl. Cristina auf. Dort, im Gebet, ging mir das
Schicksal dieses armen Mädchens durch den Kopf. Dann besichtigte ich die Basilika
und fotografierte mit Genehmigung des Kaplans die wunderschönen Kunstgegen-stände.
Der Kirchenführer auch Kaplan sprach ein gutes deutsch.
Natürlich
wollte ich mir auch noch den Ort mit seiner Burganlage anschauen. Das war aber
nicht so doll, weil es immer wieder regnete. Aber irgendwie hatte ich mich
schon daran gewöhnt. In der Bar auf der Piazza stärkte ich mich aber erst
einmal. Aber dann ging ich auf Entdeckungstour. Der Aufstieg zur Rocca war
nicht beson-ders anstrengend und hat sich sehr gelohnt.
Mir hat
Bolsena sehr gut gefallen. An jeder Ecke, jeder Straße, entdeckte ich immer
wieder neue und interessante Ansichten. Bevor ich zum See herunter ging, habe
ich doch lieber noch einmal die Basilika S. Cristina aufgesucht.
Eigentlich
wollte ich mir noch die Ausgrabungen der etruskischen Stadt "Volsinii
Veteres" anschauen. Aber der heutige Tag war auch ohne diese Besichtigung
schon fast übervoll ausgelastet. Ich wollte auch nicht, dass mein Pilgerweg
plötzlich zu einer Stressangelegenheit wird. Also, morgen ist auch wieder ein Tag.
Ich hockte mich lieber an den See und dankte Jesus für diesen schönen und
ereignisreichen Tag.
8. Pilgertag: Bolsena - Orvieto (22 km)
Gut ausgeschlafen wachte ich am 8. Pilgertag frühmorgens auf. Meiner
Gastgeberin hatte ich am Abend gesagt, dass ich heute kein "prima
colazione" haben möchte, damit sie nicht so früh aufstehen muss. Ich
dachte immer, dass "prima colazione" ein tolles Frühstück sein muss,
prima = sehr gut. Fehlanzeige, prima = erstes, da italienisch. Tja, so war dann
auch das Frühstück immer = Italienisch *ggg*. Aber meine Gastgeberin war
trotzdem auf den Beinen. Küsschen rechts, Küsschen links, und weg war ich
*lach*. Ich musste auch frühzeitig aufbrechen, weil ich ja, bevor ich den Weg
nach Orvieto antrete, zuerst noch die alte etruskische Stadt "Volsinii
Veteres" besichtigen wollte. Diese Ausgrabungen befinden sich oberhalb von
Bolsena. Ausgiebig, doch auf die Uhr schauend. habe ich mir alles angesehen, da
ich sowieso ein Fan der Archäologie bin. Hier, in absoluter Stille, setzte ich
mich auf eine umgestürzte Säule und sann darüber nach, wie wohl das Leben
früher hier gelebt worden ist.
Ich bat Jesus
um einen guten Tag. Dann brach ich auf nach Orvieto. In Bolsena verließ ich die
Via Francigena, weil ich mir in Orvieto den Dom ansehen wollte. Denn ich wollte von Orvieto aus über Bagnoregio
nach Viterbo pilgern. Hier wollte ich dann wieder auf der alten Pilgerstrasse
weiter pilgern. So geplant wollte ich es auch tun.
Mein Weg
führte mich bei sonnigem Wetter einige Kilometer bergauf. Ich hatte mir
durchweg sogenannte Wirtschaftswege zum Pilgern ausgesucht. Der Weg ging auf
und ab und ich tangierte kleine Dörfer und Höfe in fast völliger
Abgeschiedenheit. Ein wunderbarer Weg!!!
Am späten
Vormittag sah ich dann Orvieto. Orvieto liegt auf einem nach Norden hin
geneigtem Tuffsteinplateau. Aber ich sah nicht sehr viel davon, weil die Gegend
im Dunst lag. Egal! Schnell lief ich runter in's Tal und in einer Steigung in
die Stadt hinein. Nun hatte ich Zeit, denn es war noch nicht Mittag. Schnell
fand ich auch das Convento, meine Herberge. Schnell duschen, essen, und
Besichtigung des Klosters. Dann aber lockte mich die Stadt, und "mein"
Dom. So ging ich also durch die Straßen und - da war er, der Dom!
Jetzt war ich
ruhig und zufrieden. Ich ging in den Dom, betete und bedankte mich für das
alles was ich auf dieser, meiner Pilgerung bis jetzt erleben durfte. Ich dachte
auch an Klaudia, die für meinen Pilgerweg Verständnis aufbrachte und mich schwe-ren
Herzens hat ziehen lassen.
Jetzt schaute
ich mir die weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt an. Ich lief und lief, aber
das Staunen bei mir nahm kein Ende. Was für eine wunderschöne Stadt. Nur
schade, dass der Pilger nur ein Ziel hat: Den Weg!
Es war nur
gut, dass mir der ganze Nachmittag zur Verfügung stand. So konnte ich doch eine
Vielzahl der Sehenswürdigkeiten bestaunen. Am Abend war ich auch
dementsprechend richtig "kaputt", aber glücklich. Ich ging zum
Convento zurück, aß in der Zelle mein Pilger-Abendessen :-) und legte auf
der Landkarte meinen morgigen Pilgerweg zurecht. Der Weg führte lt. Karte
nur über Landstraßen. Das will ich mal sehen. Jesus, danke für diesen schönen
Tag!!!
9. Pilgertag: Orvieto - Bagnoregio (23 km)
Der Morgen
kam, und damit der 9. Pilgertag. Die Sonne war noch nicht aufgegangen da ging
ich los. Die Stadt war noch ruhig, da zog ich durch die Porta Maggiore in
leichten Serpentinen zur Strada dell' Arcone. Hier zweigte mein gewählter Weg
rechts ab nach Porano. Von Porano wollte ich dann über Boccetta wieder die
Landstrasse SP12 erreichen, und von dort ohne Umwege nach Bagnoregio pilgern.
Der Weg war gut gewählt. Eine schöne Bergwelt umgab mich und fast zu schnell
hatte ich Porano erreicht. Hier besichtigte ich im Schnelllauf Castel Rubello
und die Villa Paolina. Dann pilgerte ich weiter, weiter..., bis ich
feststellte, dass nichts mehr ging. Der Weg war zu Ende. Ich hätte in dem
ersten Weg "Localita Boccetta" rechts abbiegen müssen. Aber die Wege
hießen alle so. Hätte ich vom Westmünsterland her wissen müssen.
Ich fand
einen Bauernhof und fragte nach wo ich mich denn eigentlich befinde. Die
Bäuerin lachte und verstand mich wohl nicht. Ich musste in's Haus kommen. Ich
bekam von ihr ein leckeres zweites Frühstück (nicht prima, sondern gut *lach*).
Grazie, Signora, für alles! Arrivederci!! Zwei Stunden waren weg. aber ich war ein
gesättigter Pilger und klagte nicht.
Die
Landstrasse war doch nicht so stark befahren wie ich vermutete. Im strammen
Schritt hatte ich Bagnoregio kurz nach Mittag erreicht.
Nach kurzer
Orientierung hatte ich meine Unterkunft für eine Nacht erreicht. Denkste! Ich
schellte. Nichts! Ich schellte noch einmal. Aha! Momento, io vengo (oder
ähnlich). Sie kam und meinte:" Machine". Ich: "No, no,
Machine". Sie öffnete ihre Garage, öffnete ihr Auto und schmiss meinen
Rucksack hinein. Ich hinterher! Dann mit Tempo wieder in den Ort hinein,
Querstrasse rechts, Haus links (oder ähnlich). Die Haustüre wurde
geöffnet. Oh Wunder! Grandios, eine Einrichtung edel altitalienisch, und ich
der einzige Bewohner. Die Signora öffnete alle Schränke und Truhen nur für mich
allein. Alles Essen u. Trinken sollte ich nehmen. Ich wollte aber zuerst in den
Ort und nach Civita.
Signora und
ich machten Termine aus. Dann ging sie, und ich ging auch, nachdem ich mich
frisch gemacht hatte.
Bagnoregio
ist ein recht kleiner Ort mit einer schönen Altstadt. Civita liegt ca. 2 Kilo-meter
aus Bagnoregio heraus. Civita klebt oberhalb eines Felsens, der steil aus einem
Tal heraus ragt. Vor einigen Jahren wurde als Zuweg eine Brückenverbindung
geschaffen, damit Civita besser für die Bewohner und Touristen zugänglich ist.
Ob das eine gute Lösung ist? Bevor die Brücke existierte mussten alle
Transporte mit Mulis (Esel) auf entsprechenden Pfaden durchgeführt werden.
Mir hat das
alles sehr gefallen, darum habe ich auch fast jeden Winkel fotografiert.
Dabei hatte ich noch Glück, dass fast keine Touristen herumliefen. Das war für
mich gut so, denn so konnte ich in Ruhe in der Ciesa San Donato meditieren.
Lange schaute
ich mich noch in diesem schönen Ort um, bevor ich wieder nach Bag-noregio
zurück ging. Hier gab es eine nette Bar mit einem guten Kaffee. Abends kam auch
wieder die Signora die mit mir schimpfte, weil ich nichts von ihren Beständen
gegessen und getrunken hatte. Als Ausgleich zauberte sie mir aber ein leckeres
Abendessen zurecht. So ist wieder ein wunderschöner Pilgertag vergangen. Mein
Dank an meinen Beschützer war übergroß!
10. Pilgertag: Bagnoregio - Viterbo (28 km)
Es wurde
Morgen, 10. Pilgertag. Für heute war meine 2. Königs-Pilgeretappe ange-sagt: 28
km über faltenreiches Gelände, mit einem Gesamtgefälle von ca. 160 m (nach
meiner Karte). Darum war frühes Aufstehen angesagt.
Signora
bereitete mir ein großartiges Frühstück. Von der Menge her für Holzfäller
geeignet. Dann packte sie mir den Rucksack noch voll Lebensmittel die ich
letztendlich zu tragen hatte. Dann: Küsschen rechts, Küsschen links,
arrivederci, Signora. Dann ging ich los!
Mein Weg
sollte über Ponzano, Pratoleva und Celleno nach Viterbo gehen. 28 km, und mein
Rucksack mit ca. 12 - 14 kg Gewicht war auch dabei. Die Sonne schien warm vom
Himmel. Geschätzt vielleicht 22°C. Also ideale Verhältnisse. So war es auch!
Die Straße war gut und es gab wenig Autoverkehr.
Gegen Mittag
war ich in Celleno. Hier machte ich eine größere Rast. Aber dann pilgerte ich
weiter. Der Weg war noch weit. Aber immer wieder lagen Gehöfte am Weg wo ich
meinen „Wassertank" auffüllen konnte. In Stazione angekommen lockte mich die
Zugstation schon gewaltig. Nicht hinsehen, weiter!
Am ganz
späten Nachmittag sah mich dann Viterbo. Zuerst ging ich zu meiner etwas außerhalb
der Stadt liegenden Pension. Die Hausnummern waren etwas kurios geordnet, so
dass ich doch noch suchen musste. Aber dann war ich da. *klingeling* Hier ist
der Pellegrino. Die Pension war ein schönes, gepflegtes Haus. Die Signora
fütterte gerade ihren Enkelsohn. Ich machte mich natürlich nützlich. Als Dank
(?) bekam ich ein riesiges Glas mit Saft. Dann Zimmer anschauen, auspacken,
duschen, Mit der Signora Termine besprechen, und dann "sprintete ich
in die Stadt. Denn es wurde Zeit (Abend).
Ich orientierte
mich und erreichte auch bald die Cattedrale San Lorenzo. In der Cattedrale
sammelte ich mich und dankte Jesus für meinen glücklichen Weg. Dann ging ich
weiter in den Stadtteil San Pellegrino und schaute mir die hier befindlichen
schönen alt-ehrwürdigen Häuser an. Dann war aber auch schon der Abend da und
ich ging, bevor ich zu meiner Pension zurück ging, noch einen Kaffee trinken.
Die Signora wartete, weil sie mir noch ein kleines Abendessen zubereitet hatte.
Grazie, Signora! Ihr Bruder kam auch noch zu Besuch und wir redeten und
redeten. Es wurde spät und ich ging zu Bett.
Klaudia rief
noch an und ich konnte ihr wieder viel erzählen. Morgen würde der Pilgerweg,
nicht so schwer werden. Es geht dann nach Vetralla.
11. Pilgertag: Viterbo -Vetralla (21 km)
Nächster
Morgen! Der 11. Pilgertag war angebrochen. Heute ließ ich das Ganze etwas
langsamer angehen, weil meine Pilgerstrecke nicht so weit war.
Signora
bereitete mir ein super (!) Frühstück. Mille grazie, Signora! Signora ließ es
sich auch nicht nehmen mich mit ihrem Auto bis vor die Stadt, bis zu meinem
Einstieg in meinen Pilgerweg, zu fahren. Dann großer Abschied von Signora: Küss-chen
rechts, Küsschen links. Arrivederci, Viterbo!
Ursprünglich
wollte ich über die Via Cassia direkt nach Vetralla pilgern, aber vor dem
mächtigen Verkehr, so warnte mich Signora, hatte ich so meine Bedenken. Darum
verlegte ich meinen Weg von Viterbo ausgehend, über San Martino al Cimino,
Tobia und Tre Croci nach Vetralla. Das machte ich dann auch. Ich habe es
nicht bereut, denn die Straßen waren nicht so sehr befahren und die Autofahrer
nahmen große Rücksicht auf mich. Große Steigungen hatte ich auch nicht zu
nehmen. Also, Walter, gut gemacht :-)
In San
Martino besuchte ich das Kloster San Martino al Cimino. Es ist eine ehema-lige
Zisterzienserabtei. Verhaltenen Schrittes pilgerte ich meinen Weg, und war
gegen Mittag bereits in Vetralla.
Hier, in
Vetralla, steuerte ich zuerst die Chiesa di S. Francesco an, um mich bei Jesus
in Ruhe für die letzten schönen Tage meiner Pilgerung zu bedanken.
Dann aber
schaute ich mal nach wo meine Pension zu finden ist. Die Strasse hatte ich
schnell gefunden und damit auch das Haus. Ich klopfte! Nichts rührte sich. Ich
klopfte noch einmal! Wieder nichts. Dann sah ich die Schelle: kling, kling!
Nichts! dann sah ich den Zettel seitlich der Türe: Per favore, telefonata xxx.
Hab' ich gemacht. Signora kommt und öffnet die Türe. Wieder alles für mich!
Zuerst musste ich erst einmal essen. Dann machte ich mich frisch und ging mir
die Stadt in voller Ruhe ansehen. Zeit hatte ich ja genug. Bemerkenswert fand
ich die Waschhäuser in offener Bauweise, wo die Anwohner zu jeder Jahreszeit
ihre Wäsche reinigen. Wie toll mag das wohl im Winter sein *ggg*?! Auch das
Wäschetrocknen ist eine Sache für sich. Im Centro storico gibt es so gut wie
keine Höfe. Also, Wäsche zum Fenster 'raus. Aber wie auch in den anderen
Provinzstädten gibt es hier schöne Bars in denen man sich gut mit den Leuten
unterhalten kann. Am frühen Abend ging ich wieder zu meiner Pension und machte
"große Wäsche".
Signora hatte
einen Zettel hinterlegt: La prima colazione (!) viene servita nel bar può
essere fondamentale per la casa. Chiudere la porta (oder so ähnlich). Ich
machte mir mein Abendessen und erwartete den Anruf von Klaudia, der auch kam
*freu*.
12. Pilgertag: Vetralla - Sutri (22 km)
Wie fast
immer war ich schon früh wieder wach: 12. Pilgertag! Schnell habe ich mich
zurecht gemacht, weil ich mächtigen Hunger verspürte. Also ging ich in die Bar
um mein Frühstück zu bekommen. Ein Wunder, ich durfte mir so viel von den
leckeren Dingen bestellen wie ich wollte *hm*. Das habe ich dann auch ausgiebig
genossen. Aber dann, Rucksack auf und ab Richtung Sutri. Insgesamt hatte ich
auf diesem Weg so um die 100 Höhenmeter zu nehmen bei ca. 22 km - Spaziergang! Hier
möchte ich mal sagen, dass mich mit Verlauf der Pilgerung die Tageskilometer
immer weniger ausmachten, obwohl ich nicht der sportlichste Mensch bin.
Die Sonne
schien warm, und es machte richtig Spaß zu pilgern. Ich wandelte auch jetzt
wieder auf der Via Francigena :-) Es war auch sehr angenehm, dass ich die Via
Cassia, die SS2, nicht belaufen musste. Es war ein sehr schöner Pilgerweg, der
über "Madonna di Loreto" nach Capranica führte. Ich pilgerte durch
den mittelalterlich anmutenden Ort, hielt mich aber nicht für mehr als für
einen Milchkaffee auf. Eigentlich schade! Aber, ich wiederhole mich da, ist das
das Lis eines Pilgers: Weiter, weiter ...Und dann, größtenteils über die S. P.
Capanichese, führte mich der Weg nach Sutri. Gegen 11 Uhr lief ich ein.
Bevor ich zum
Convento ging machte ich zuerst einmal ausgiebig Pranzo. Die Strasse zu finden
an der das Convento, meine Herberge, lag war ein Drama. Die gesamte Straße hieß
XXX. Ein kurzer, mittlerer Teil der Straße davon hieß YYY. Das soll einer
wissen *ggg*. Hab' ich dann aber!!!
Ich schellte
*klingeling*, und der Summer *summte**lach*. Dann ging ich durch die erste
Türe, die zweite Türe, dann wurde ich durch eine aufgeregte Schwester gestoppt:
"No, no, non più". Oder ähnlich. Aber so schön war sie nun auch
wieder nicht *lach*. Wir besprachen den Preis. Verhandeln gab es nicht. Sie gab
mir ca. 25% Nachlass, weil ich bestimmt so unterstützungsbedürftig aussah. Ich
bekam den Zimmerschlüssel und ging in die Pilgerherberge des Convents. Ich
blieb wieder allein. Aber so weit war ich noch nicht. Ich machte mich zurecht
und besuchte Jesus in der Cattedrale Santa Maria Assunta, und bedankte mich
auch dafür, dass ich meinen Pilgerweg bis hierher so gut pilgern durfte. Dann
schaute ich mir noch die sehr schöne Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten an.
Am späten
Nachmittag ging ich dann zum außerhalb der Stadt gelegenen archäologischen
Park. Hier kann man eine Vielzahl etruskischer Tombe und ein Anfiteatro aus
etruskischen Zeiten bewundern, welches aus dem Tuffstein herausgehauen worden
ist. Gemächlich durchwanderte ich das Gebiet, kroch in alte Tombe, entdeckte
Wandmalerien und Zeichen, die ich nicht deuten konnte. Dann ging ich um
den Tuffsteinberg herum und erreichte das Amphitheater. Ich kletterte die Ränge
hoch und setzte mich. Ich dachte nach und fragte mich, was mag sich hier wohl
in grauen Vorzeiten abgespielt haben?! Gab es hier nur Elend und Trauer, oder auch
Freude??
Dann ging ich
wieder in die Stadt und zur Cattedrale Santa Maria Assunta um mir in Ruhe das
Innere anzusehen und um zu meditieren. Dort traf ich dann, was für ein Wunder,
zwei Pilgerinnen aus Erfurt. Auch diese Pilgerinnen wollten zu meinem Zeitpunkt
in Rom sein. Dann haben wir uns ausgemacht, dass wir uns links vom Obelisk (!) auf
dem Petersplatz treffen wollen. Eine Uhrzeit haben wir nicht vereinbart!!! (Das
merken wir uns!!!) Wir verabschiedeten uns. Für mich ging ein weiterer schöner
Tag zu Ende.
13. Pilgertag: Sutri - Campagnano di Roma (25 km)
Ich stand
auf, 13. Pilgertag, und die Sonne ging auf *freu*. Dann machte ich mich
zurecht, frühstückte, und brachte der Sorella den Schlüssel zurück.
Arrivederci, mia cara Sorella e Sutri!
Der Weg, ca.
25 km, mit simplen Steigungen, führte heute bei strahlendem Sonnen-schein nach
Campagnano di Roma. Fast ausschließlich führte der Pilgerweg über
Wirtschaftswege und Pisten. Der Verlauf: Sutri, Monterosi, Campagnano.
Von Sutri bis
Monterosi verlief der Weg relativ einsam. Einzelne Gehöfte brachten mit ihren
Bewohnern etwas Abwechselung. Hier kam ich dann auch immer zu frischem
Trinkwasser. Die Hunde waren wieder bescheuert. Der weiterführende Weg verlief
lebhafter, weil sehr viele Ortschaften auf dem Wege lagen. Mittags hatte ich
ziemlich kaputt Campagnano erreicht - die Sonne, der Weg, mein Ballast! Aber
was war denn hier los? Jahrmarkt! Prima!
Es war ein
tolles Treiben, und die Angebote waren verlockend. Aber zuerst ging ich in die
Chiesa Confalone, ruhte mich aus und betete meinen Dank. Dann lockte mich der
Jahrmarkt mit seinen Genüssen. Bald wurde es aber Zeit für mich die
Pilgerherberge zu aufzusuchen. Ich hatte ja meinen Plan. Also alles sehr
einfach! Aber hier irrte ich. Mein Plan schickte mich ca. 30 min. an den
Stadtrand. Dort war aber nichts. Also zurück und fragen. Die Strasse lag fast
entgegengesetzt meiner ursprünglichen Kenntnis. Eine Stunde war wieder weg. Ich
fand die Pilgerherberge, die aber geschlossen war. Ich suchte ein mir bekanntes
Hotel auf. Aber die verlang-ten plötzlich Wucherpreise :-( Es war eben Jahrmarkt!
Oder ich sah plötzlich wohl-habend aus! Was jetzt?
Wie schon
sehr oft während meiner Pilgerung kam die Eingebung: Geh' noch mal zur
Pilgerherberge! Ich ging! Die Pilgerherberge hatte geöffnet, und das
Eintrittstor zum Gelände stand offen. An der Haustüre hing wieder ein Zettel
mit einer Telefonnummer. Ich rief an, und nach ca. 15 min. wurde die Türe
geöffnet und ich hatte eine Herberge in einem Saal mit ca. 50 Betten. Ich
dachte, dass ja doch niemand kommt und dann habe ich ca. 50 Betten für mich *freu*.
So war es. Nach meiner Einrichtung ging ich in das Centro storico mit seinen
sehr sehenswerten Baulichkeiten und schaute mir alles in Ruhe an. Auf dem
Jahrmarkt aß ich dann meine Abendmahlzeit. Dann schaute ich schon mal nach, wie
es morgen weiter gehen sollte. So ging ich dann wieder zufrieden zu meiner
Herberge zurück und reflektierte noch einmal den Tag und mein Tun. Ich schlief
wie ein Murmeltier. Betten hatte ich ja genug!
14. Pilgertag: Campagnano
di Roma - La Storta (19 km)
Der Morgen kam, und damit
mein 14. Pilgertag. Der Himmel war mit Wolken verhangen. Ja, prima :-( Aber der
Weg war ja heute nicht so weit.
Der Weg
führte in einem welligen auf und ab über Formello nach La Storta. Das Wetter
wechselte ständig: Sonne, Regen, Wind ... Bis Formello führte der Weg über gute
Pisten. Dann über eine westliche Umgehungsstraße um Formello herum und dann auf
direktem Weg nach La Storta.
Hier, in La
Storta, ging ich direkt zur Parrocchia - geschlossen. Ein seitlich der Türe
angebrachtes Schild verriet mir das Kontakttelefon. Anruf zum Padre und Termin
um 17.00 Uhr. Zwischenzeitlich suchte ich ein nahe gelegenes Convento auf. Aber
hier gab es keine Pilgeraufnahme mehr. Ich hatte auch noch die Adresse von
einem anderen Convento an der Via Cassia. Ich also los. Kilometer um Kilometer,
aber dann war ich da. Die Surella war sehr freundlich und nannte den Preis, der
mir trotz Rabatt als zu hoch erschien. Arrividerci! Ich sah eine Bushaltestelle,
löste in einer naheliegenden Bar ein Ticket, und fuhr den Weg nach La Storta zurück.
Hin zur
Parrocchia. Warten, warten! Aber dann kam der Kaplan der mir mitteilte, dass
keine Pilger mehr aufgenommen werden. "No, no. Padre, ha accettato",
meinte ich. Nun wurde es spannend: Der Kaplan telefonierte wie ein Weltmeister.Telefonge-spräch
hin und her. Kurz gesagt, ich durfte bleiben. Wir schauten uns gemeinsam im
Gebäude um. Aber es gab kein Bett. Nur Tische u. Stühle. Aber es gab ein
dichtes Dach. Der Kaplan gab mir seinen Schlüssel damit ich beweglich blieb.
Ich bedankte mich ganz herzlich bei ihm für den Einsatz das ich bleiben durfte
und für sein Vertrauen mir gegenüber!
Dann ging ich
doch relativ zufrieden in den Ort und stärkte mich erst einmal in einer Bar.
Anschließend, am frühen Abend, suchte ich die Chiesa Sacri Cuori di Gesù e
Maria auf, um mich zu bedanken, dass doch noch alles zum Guten ausgegangen ist.
Aber da hatte
ich noch nicht die Erlebnisse des abends mitbekommen. Tja, kein Bett da! Wo
werde ich denn nun schlafen? Decke und Schlafsack heraus und auf den Boden
damit. War das kalt, denn das Gebäude war nicht beheizt. Ich schob also mehrere
Tische zusammen, und ich dann darauf. Das ging besser. Aber so gegen 20 Uhr ein
Getöse im Haus. Viele, viele Besucher hielten bei mir nebenan ein Seminar mit
Gesangsfolge ab. Natürlich ging ich auch hinüber, so neugierig wie ich war. So
gegen 23 Uhr war aber auch das vorbei, so dass ich mich nun auch zur Ruhe legen
konnte.
Von La Storte
war ich sehr enttäuscht. Eigentlich gab es hier nichts was einer Besichtigung
wert gewesen währe. Außer der Kirche natürlich. Vielleicht lag das aber auch
nur am schlechten Wetter. Egal, denn morgen, ja, morgen würde ich in Rom
sein!!!
15. Pilgertag: La Storta - Rom (17 km, Zug)
Nun war er
da! Der ersehnte Tag! Rom!!! Aber noch befand ich mich in La Storta. Nach
ausgiebigen Überlegungen hatte ich mich entschlossen, dass ich die letzte
Strecke mit dem Vorortzug durchführen will. Die mehrspurige Via Trionfale
schreckte mich doch ab. Später, in Rom, wurde mir mein Vorgehen auch als
richtig bestätigt. Also packen, den Schlüssel in den Postkasten werfen und ab
zum Bahnhof. Hier in der Bar noch schnell einen Kaffee, da kam auch schon der
Zug. Innerhalb von ca. 30 min. war ich in Rom.
An der
Stazione San Pietro stieg ich aus. Ich war da! Ich sah auch schon die Kuppel
von San Pietro in Vaticano, den Petersdom. Nach einigen Minuten war ich auf der
Piazza San Pietro. Ich ging zur linken Seite der Freitreppe und kniete
mich unterhalb hin. Dann legte ich meinen Kopf auf die Stufen, machte die Augen
zu und ließ alle Tage die ich unterwegs gewesen bin an mir vorbei gehen. Ich
dankte Jesus dafür, dass er mich auf meinem Pilgerweg begleitet und behütet
hat, so dass ich gesund und munter in Rom ankommen konnte.
Dann ging ich
in den Petersdom um dort mein Versprechen einzulösen. Wo der Eingang zum Grab
lag wusste ich. Ich wollte durch die Türe gehen, da wurde ich von einem
Bediensteten gestoppt: "Nessun accesso". Kein Eintritt!? Das konnte
nicht sein. Denn dann währe alles umsonst gewesen. Ich machte im klar, dass ich
"Pellegrinaggio alla tomba di San Pietro" sei. Er stutzte, ging kurz
fort und nahm mich mit in den "Keller". Hier redete er mit einem
weiteren Bediensteten und der Weg war für mich frei, frei zum Grab des heiligen
Petrus! Die freundlichen Bediensteten waren verschwunden. Ich kniete am Grab
und sagte das was ich sagen wollte, und wofür ich überhaupt diesen Pilgerweg
gegangen bin. Ich betete für alle die mir diesen Weg ermöglicht haben und für
alle Menschen die ich in meiner neuen und alten Heimat kenne.
Dann ging ich
wieder nach oben in den Kirchenraum zurück. Ich bedankte mich herzlich bei dem
Bediensteten, der sich für mich eingesetzt hat. Grazie, Signore!
Nun wurde es
aber Zeit für mich, dass ich zu meiner Pension gehe. Einchecken von 11 - 13 Uhr.
Die Pension befand sich in Höhe der Stazione Termini, mehr als 4 km vom
Petersplatz entfernt. Pünktlich kam ich an, aber die Türe war verschlossen :-(
Ich schellte,
klopfte und rappelte gegen die Türe. Nichts! Nur gut, dass ich von allen meinen
Unterkünften Telefonnummern dabei hatte. Aber kurz gesagt: Ich musste böse
werden, damit der Hausherr reagierte und eine Person schickte die die Türe
öffnete. Aber ohne eine Zimmerangabe. Ich belegte daraufhin einfach das beste
Einzelzimmer.
Später kam
der Besitzer und alles war gut. Er hatte seine Pension einfach überbucht.
Gemeinsam aßen wir dann seinen Obstkorb leer. Ich regelte mich und ging dann
wieder in die Stadt um mich noch einmal im Petersdom einzufinden. Der Tag
neigte sich, als ich mich wieder auf dem Weg zu meiner Pension machte.
Insgesamt bin ich aber dann doch noch mehr als 12 km gelaufen. Das merkte ich
dann aber auch. Ich legte alles für den morgigen Tag zurecht, der von meinem
Besichtigungsprogramm geprägt sein sollte. Ich dankte Jesus dafür, dass doch
noch alles zum Guten ausgegangen ist.
16. Pilgertag: Rom
Für heute
waren nur Besichtigungen angesagt. Darum beeilte ich mich auch gar nicht. Mit
dem Bus fuhr ich zum Petersplatz. Denn hier wollte ich beginnen. Aber vorher
ging ich in den Petersdom und meditierte. Irgendwie hatte ich einen Freibrief.
Denn ich durfte auch „bewachte" und gesperrte Seitenkapellen betreten und dort
beten. Dann ging ich auf den Petersplatz hinaus. Dort traf ich dann, o Wunder,
die Pilgerinnen aus Sutri. Wo trafen wir uns genau? Natürlich links vom
Obelisken. Ehrlich!!! Wir redeten noch eine Weile über unsere Erlebnisse. Aber
dann: Abschied! Ich ging dann zum Pilgerbüro mein Testimonium (Pilgerurkunde)
zu beantragen. Hier teilte ich den netten Damen mit, dass ich während meiner
Pilgerung nur vier andere Pilger gesehen habe. Wie man mir sagte, würde sich
das aber in den Sommermonaten anders darstellen. Ich dachte: "Gut, dass
ich das nicht erleben musste". Mein Testimonium konnte ich nicht gleich
mitnehmen, weil Pater Bruno nicht anwesend war. Die Damen kopierten meinen
Pilgerausweis mit dem Hinweis, dass man mir das Testimonium nach Deutschland
schicken würde. Das stimmte! Nach einiger Zeit brachte es mir der Postbote ins
Haus.
Nun lief ich
aber mein Besichtigungsprogramm ab. Da ich aber schon mehrmals Rom besucht
habe, konnte ich mir überall genügend Zeit nehmen. Etwas war aber auch für mich
neu: Die spanische Treppe im Blumenschmuck! Einfach atemberaubend schön.
Das war
wieder ein Tag mit unzähligen Ereignissen. Ich ging wieder zu meiner Pension
zurück. Ich staunte dort nicht schlecht, denn die Signora hatte für ihren Mann
und für mich ein leckeres Abendessen auf den Tisch gebracht. Grazie, Signora!
Der letzte Abend ...
17. Pilgertag: Rom - Westmünsterland
Die letzte
Nacht habe ich ein bisschen schlecht geschlafen. Das lag aber bestimmt am
Gewitter *lach*. Am frühen Vormittag fuhr ich mit einem Shuttle zum Flughafen. Die
Fahrkarte hatte ich schon über das Internet in Deutschland gekauft. Wenn man
aufpasst, ist bei einer intensiven Planung so mancher Euro zu sparen! Hier ein
kleiner Hinweis: Mein Flugticket für den Hinflug hat mich 0,99 Euro (!!!)
gekostet. Gut, dann kam noch die Flughafengebühr und andere Zulagen dazu, dass
ich aber letztendlich doch nur bei knapp 30 Euro lag.
Das Flugzeug
flog recht pünktlich ab und landete mit etwas Verspätung in Weeze. Und hier,
welche Freude, erwartete mich meine liebe Klaudia, meine Tochter, Schw.-S. und
Enkelkinder. Ich war wieder Daheim!!!
Via Francigena - Schlussbemerkung
Was ist jetzt
eigentlich noch zu sagen?
Mein
Entschluss im April zu pilgern war für mich richtig, weil ich wirklich keine
Not hatte irgendwo eine Schlafgelegenheit zu finden. Auch die Leute, mit denen
ich Kontakt hatte, waren immer sehr freundlich und aufmerksam.
Den Pilgerweg
von Siena nach Rom, ca. 285 km, hatte ich für mich richtig ausge-wählt. Denn
ich musste ja an meine Kondition denken.
Mein
Entschluss ist gewachsen, dass ich die Via Francigena in weiteren
Teilabschnit-ten rückläufig pilgern werde.
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Titelseite: Start in Siena
Bild Seite
16: Ankunft im Rom
Bild Seite
17: Testimonium
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Vienna, Austria
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3°C
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-3°C
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Humidity:
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